Titelbild

Gans 2.0 von der Rotisserie

  Von Sarah    

Februar 5, 2017

Die Erinnerungen an Gänsebraten aus der Kindheit erwecken manchmal eher gemischte Gefühle. Sehr fettig, knusprige Haut: Fehlanzeige. Außerdem sehr aufwendig durch ständiges Begießen etc.

Aber es geht auch anders! Quasi Gans 2.0 und diese kommt von der Moesta-BBQ Rotisserie. Das hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen gart die Gans durch das Drehen sehr gleichmäßig. Zum anderen entfällt das lästige Begießen, da das austretende Fett zunächst am Fleisch entlang läuft, bevor es abtropft. Beim Garen auf dem Grill hat man außerdem die Möglichkeit, durch leichtes Smoken eine ganz neue Geschmackswelt in Sachen Gans aufzutun. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, das Fett beim grillen für die Sauce aufzufangen. Die Flügel und der Hals geben genug Geschmack ab beim Köcheln und die lästig dicke Fettschicht auf der Sauce entfällt.

Ergebnis der Gans 2.0 ist ein sehr leckerer, knuspriger Gänsebraten. Das Fett unter der Haut ist nahezu komplett ausgetreten und hinterlässt eine Haut, die einfach nur himmlisch schmeckt. Es wurde bewusst auf aufwendige Gewürze verzichtet, um den ursprünglichen Geschmack der Gans hervorzuheben. Der ganz leichte Rauchgeschmack und das süß-scharfe der Mischung aus Ahornsirup und Cayennepfeffer verleihen der Gans den letzten Kick.

  • Vorbereitungszeit: 40 Minuten
  • Garzeit: 4 Stunden 30 Minuten
  • Ertrag: 4 Portionen
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Zutaten

4,5 kg Gans

1,5 EL 9 Pfeffer Symphonie

3/4 EL Meersalz

3 Äpfel

200 g Cranberries, getrocknet

800 ml Gänsefond

100 ml Rotwein

2 kleine Chunks oder 1 Hand voll Mesquite Chips

5 EL Ahornsirup

etwas Cayennepfeffer

Hardware

Moesta-BBQ Smokin' PizzaRing

Moesta-BBQ Rotisserie

Zubereitung

Vorbereitung

1In der Gans befinden sich üblicherweise der Hals und die Innereien in einem Beutel. Diese entnehmen und die Gans unter kaltem Wasser gründlich abwaschen und anschließend trocken tupfen.

Gans gewaschen

2Den Pfeffer und das Salz fein mörsern und beiseite stellen.

Gewürze

3Überschüssige Haut und Fett im Inneren der Gans entfernen. Wir haben uns außerdem entschieden, die Flügel abzuschneiden, da diese recht schnell verbrennen können. Die Gans mit etwas Öl beträufeln, mit der Salz-Pfeffer Mischung rundherum einreiben und einen kleinen Rest der Gewürze zurück behalten. Die "offenen" Stellen, an denen zuvor die Flüge saßen, nun z.B. mit Zahnstochern verschließen.

Gans verschließen

4Die Cranberries für ca. 1 Stunde in Wasser einweichen. Die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und anschließend in grobe Stücke schneiden. Die Cranberries abgießen und mit den Äpfeln und der restlichen Salz-Pfeffer Mischung vermengen.

Gans Füllung

5Die Füllung kann nun ab in die Gans, welche zuvor bereits an einem Ende verschlossen wurde. Dafür eignen sich Rouladennadeln, Bratengarn oder auch große Holzspieße. Im Anschluss auch das andere Ende verschließen und dabei immer darauf achten, dass ein kleines Loch bleibt, durch das der Spieß der Rotisserie geführt werden kann.

Gans verschließen

Ab auf den Grill

1Den Rotisseriespieß durch die Gans führen und diese mit den Haltespießen fixieren, sodass die Gans mittig in der Kugel sitzt und sich frei drehen kann. Die Temperaturfühler an der vorgesehenen Stelle durchfädeln und einen in der Gänsebrust platzieren. Den anderen haben wir mit etwas Bratengarn so an der Gans befestigt, dass der Fühler diese nicht berührt, dort kann die Garraumtemperatur abgelesen werden. (Achtung! Es kommt zu unterschiedlichen angezeigten Temperaturen, je nachdem, ob sich der Fühler gerade weiter oben oder weiter unten befindet)

Gans auf der Rotisserie

2Den Grill für indirektes grillen bei 150-160°C vorbereiten. Bei uns war das 1/2 großer Weber Anzündkamin mit KOKOKO Eggs.

3Die durchgeglühten Kohlen gleichmäßig auf die beiden Kohlekörbe verteilen. Den Pizzaring auf die Kugel setzten und die Rotisserie einhängen. Nun die Chunks oder Chips auf den Kohlen verteilen. Es sollte nicht länger als ca. eine halbe Stunde smoken, da nur ein ganz leichtes Raucharoma gewünscht ist. Die Rotisserie einschalten und den Deckel schließen.

4Zwischenstand nach etwa 40min....sieht schon ganz gut aus. Hier sieht man, gründliches Verschließen ist wichtig, denn leider fiel bei uns immer mal etwas von der Füllung heraus. Die Gans sollte jetzt mit einer Fleischgabel oder einem scharfen Messer rundherum angestochen werden, damit das Fett unter der Haut gut austreten kann.

Gans Zwischenstand

Sauce

1In der Zwischenzeit die Flügel und den Hals in einem großen Topf scharf anbraten. Anschließend mit dem Wein und Fond ablöschen und das Ganze 1 1/2 bis 2 Stunden köcheln lassen.

Sauce vorbereiten

2Der Sud kann anchließend in einen kleineren Topf umgefüllt werden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. noch mit etwas Speisestärke andicken, fertig.

Gans Sauce fertig

Haut aufknuspern und Finish für die Gans

1Wenn die Gans die gewünschte KT von 85°C fast erreicht hat, wird sie mit einer Mischung aus Ahornsirup und Cayennepfeffer eingepinselt. Außerdem werden jetzt zum Schluss alle Lüftungsschieber geöffnet, um die Haut bei ca. 180-200°C noch etwas Knusprigkeit zu verleihen. Je nach Grilldauer müsst ihr dafür nochmal ein paar extra Kohlen anzünden, wenn die Hitze der Alten nicht mehr ausreichen sollte.

Gans bepinseln

2Nach insgesamt 4 1/2 Stunden war unsere Gans fertig, das Aussehen verspricht schonmal einen Traum von Gans. 🙂

Gans fertig

3Die Gans kann, nach kurzem Ruhen und nach dem Entfernen aller Spieße, Garn etc., tranchiert werden. Dies erfordert etwas Übung und vor allem ein scharfes Messer. Eine Geflügelschere zur Hilfe kann auch nicht schaden.

Gans tranchiert

4Jetzt kann serviert werden. Bei uns gab es als Beilagen ganz klassisch Klöße und Rotkohl. Guten Appetit!

Gans Teller

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1 Bewertung

Sabine

Februar 19, 2017

Wir sind in den Genuss gekommen, diese Köstlichkeit serviert zu bekommen und genießen zu dürfen. Mit Fug und Recht kann ich behaupten, schon viele Gänse im Laufe meines Lebens verspeist zu haben. Ein solcher Gaumenschmaus sucht jedoch seinesgleichen. Diese Gans zeichnete sich aus durch ein zartes Raucharoma, war an Zartheit nicht zu übertreffen und die knusprige Haut einfach nur genial und völlig fettarm. Auch die Füllung war sehr delikat. Zusammenfassend kann ich nur sagen: „Hut ab vor diesen Gourmets‘. Das war für meinen Geschmack die weltbeste Gans, die ich jemals gegessen habe.

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